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  3. Bergische Kaffeetafel

"Koffietrenken met allem dröm on dran"

Sie wissen es vielleicht nicht, aber Sie wollten schon immer wissen – und kosten, welche Verlockung eine Bergische Kaffeetafel darstellt. Man könnte diese für das Bergische typische Spezialität auch als den Brunch der Region bezeichnen - seit 100 Jahren erprobt, reichhaltig, lecker.

Es gibt keine Vorschrift, was im Einzelnen auf den Tisch kommt und in welcher Reihenfolge was gegessen wird. Waffeln dürfen in keinen Fall fehlen. Dazu passen heiße Kirschen mit Sahne. Eine deftige Abwechslung versprechen Schwarz- oder Graubrot mit Butter, Käse, Leberwurst, Blutwurst oder rohem Schinken. Apfel- oder Birnenkraut und Honig, dazu Quark, dienen als weiterer Brotaufstrich. Bauernblatz mit Reisbrei, Zucker und Zimt sowie Rodonkuchen runden die Tafel ab. Burger Brezel, eine süße Variante der Laugenbrezel, können ebenfalls serviert werden. Da Burger Brezel eher trocken wie süßer Zwieback sind, werden sie vor dem Verzehr gern in Kaffee eingetaucht.

Ein unverzichtbarer Teil der Tradition ist die Dröppelmina. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts servierte man sowohl den echten Kaffee als auch den Ersatzkaffee aus der Dröppelmina, einer Kranenkanne. Sie gewann ihren Namen durch die sprichwörtliche Hausdienerin (Mina = Wilhelmine) und wegen ihrer Eigenschaft des „Dröppelns“ (tropfen). Das Kränchen war halt vielfach undicht. Bis zu einem bergischen Kaffee war noch ein weiter Weg.

Den Abschluss der Bergischen Kaffeetafel bildet ein echter bergischer Korn.